Die Begrüßer im Jahr 2014

Mehr als nur eine nette Geste – Begrüßungsdienst zur Messe

Seit einigen Jahren ist es üblich, dass Menschen, die in der Herz-Jesu Kirche zum Gottesdienst gehen, im Eingangsbereich an den Kirchtüren freundlich begrüßt werden. Dies zu tun, ist in katholischen Kirchen bei uns relativ unüblich. Ganz selbstverständlich wird dies allerdings in katholischen Kirchen in den USA, und auch in England getan.
Der Begrüßungsdienst gehört mittlerweile „einfach dazu“.
Warum das Ganze? Kann man sich das Gebetbuch nicht aus selbst mitnehmen? Natürlich kann man das. Aber es geht auch nur zum Teil um das Gesangbuch.
Der Begrüßungsdienst hilft, Christus ein Gesicht zu geben. Im Menschen, der die Kirche betritt, begegnet dem, der begrüßt, Christus. Und die Damen und Herren des Begrüßungsdienstes geben dem einladenden Christus ebenfalls ein Gesicht. Der Begrüßungsdienst stiftet Gemeinschaft und hilft, die Gottesdienstgemeinde einzustimmen.
Dieser neue Dienst musste sich durch die Praxis entwickeln. Es ist erstaunlich, was im Laufe der Zeit passiert ist. So erwähnten einige der Begrüßer, dass man allmählich ein Gespür dafür bekommt, was eine Person braucht, die die Kirche betritt: Ruhe und Stille, oder ein persönliches Wort. Dieser Dienst ist kein Selbstzweck, er darf nicht aufdringlich sein. Vielmehr will er helfen, dass Menschen auf ihre Weise die Messe gut mitfeiern können. Einige andere aus dem Kreis berichteten, dass man schlecht auf der Straße an Menschen vorbeilaufen kann, die man am Sonntag zur Messe freundlich begrüßt hat. Ein Dienst, der Kreise zieht! Und der eigentlich mit wenig Aufwand in vielen Gemeinden umgesetzt werden kann.

Der Begrüßungsdienst ist eine kleine, aber wichtige Frucht des Austausches „CrossingOver“ mit dem Erzbistum Chicago. Pastor Ludger Molitor, sowie die Diakone Christoph Wichmann, Vinzent Graw und Michael Krause, die während ihrer Ausbildung in Gemeinden unserer Pfarrei tätig waren, konnten vor Ort Erfahrungen mit der Seelsorge in Gemeinden im Erzbistum Chicago machen. Aber es gibt auch einen umgekehrten Austausch. Priester und Laien aus Chicago waren in den vergangenen Jahren zu Kurzbesuchen im Bistum Essen,

Dr. Rita Kattner, Referentin für die Gemeinderäte in Chicago, nahm sogar einmal an der Wallfahrt nach Kevelaer teil. Dieser Austausch bereichert beide Seiten. Father Bob Heidenreich ermutigte bei einem seiner Besuche die Damen und Herren des Begrüßungsdienstes, weiter mit Hingabe ihren wichtigen Dienst zu tun.
Übrigens: Wir freuen uns sehr darüber, dass wir inzwischen schon mehrfach eingeladen wurden, den Begrüßungsdienst in anderen Gemeinden vorzustellen. Es ist also ein Dienst, der auch in diesem Sinne Kreise zieht!"

Foto: Jürgen Dahlmann

Artikel aus dem Ruhrwort. (hier klicken)