Gedanken zur Arbeit des zukünftigen Pfarrgemeinderates:

In einem Vorwort zu einer Veröffentlichung des Bistums Essen zum „Zukunftsbild Du bewegst Kirche“ heißt es:
Im Dialogprozesses ist uns im Bistum Essen eine Vision von Kirche zugewachsen: das „Zukunftsbild“. Es „modelliert“ unser Bistum in sieben Eigenschaften: als berührt, wach, vielfältig, lernend, gesendet, wirksam und nah.
Wir alle im Bistum Essen und darüber hinaus sind nun eingeladen, diese sieben Worte als Orientierungshilfe zu entdecken. Das Zukunftsbild bietet dazu biblische Bezüge, theologische Begründungen und beispielhafte Konkretionen  – und wartet darauf, durch die Kreativität vieler Christinnen und Christen vor Ort zum Leben erweckt zu werden!
Das Zukunftsbild soll im Dialog weiterentwickelt werden. Dieser Text soll nicht einfach abgelegt und vergessen werden. Es liegt nun an uns allen, ob die Perspektiven, die das Zukunftsbild eröffnet, die weitere Bistumsentwicklung bestimmen werden.

Ich denke, dass dieses das Ziel auch für unsere Pfarrei und damit für die Arbeit des neuen Pfarrgemeinderates von St. Josef Ruhrhalbinsel sein sollte.
Die Tätigkeit in einem  Pfarrgemeinderat ist erst einmal ein sog. Gremienarbeit. Sie darf sich jedoch nicht nur auf die Abhandlung von organisatorischen Aufgaben begrenzen, sondern hat immer darauf zu achten, dass er seine Arbeit so ausrichtet, dass er die einzelnen Gemeinden im Sinne Jesus Christus erreicht und damit jeden Einzelnen berührt.  
Er hat wach zu sein für die vielfältigen Aufgaben, die ihm laut der Satzung des Bistums Essen übertragen wurden. Hier sollen auszugsweise nur ein Teil der Aufgaben wiedergegeben werden.
Er hat die Mitverantwortung der Laien auf der Ebene der Pfarrei zu sichern, Anstöße zur Neuevangelisierung und zur katechetischen Arbeit zu geben und eine Mitsorge für Sakramentenkatechese in der Pfarrei zu tragen; für ein lebendiges liturgisches Leben mit zu sorgen und für die Abstimmung der Gottesdienstzeiten unter den Gemeinden der Pfarrei Mitsorge zu tragen. Ebenso hat er den diakonischen Dienst auf der Ebene der Pfarrei zu fördern. Er hat sich um die ökumenische Arbeit zu kümmern. Er soll Stellung zur politischen, sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung beziehen; den Einsatz für Diaspora, Mission, Entwicklungshilfe und Bewahrung der Schöpfung zu unterstützen; den Dialog mit Vertretern der Religionen zu suchen, die in der Pfarrei institutionell ansässig sind.
Er hat die Interessen der Pfarrei nach außen zu vertreten und für eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit zu sorgen.
Ebenso hat er die Tätigkeit von Verbänden, Gruppen und freien Initiativen zu fördern und zu koordinieren. Er hat die Gemeinden über das pfarrliche Leben zu informieren.
Die vielfältigen Aufgaben kann er nur dann wirksam erfüllen, wenn er  einen  ständigen und regen Austausch mit den einzelnen Gemeinden pflegt. Dieses ist  gesichert, da jede Gemeinde mit mehreren Mitgliedern aus den Gemeinderäten sowohl im Pfarrgemeinderat wie auch im Vorstand des Pfarrgemeinderates vertreten ist.  An dieser Stelle sollte jedoch erwähnt werden, dass  für den Pfarrgemeinderat das Prinzip der Subsidiarität gilt, will heißen, dass  er bei Bedarf die einzelnen Gemeinderäte unterstützt, aber in keiner Weise diesen übergeordnet ist. Eine „starke“ Pfarrei kann nur dann entstehen, wenn es „starke“ Gemeinden gibt, die sich im wahrst Sinne des Wortes „in einem Boot“ fühlen.
Dieses setzt voraus, dass wir alle, sowohl auf gemeindlicher, wie auch auf pfarrlicher Ebene uns immer wieder als lernende verstehen, die sich bei aller Unterschiedlichkeit, gegenseitig unterstützen, befruchten und ergänzen. So können wir den einzelnen Gemeindemitgliedern nah und damit, so wie oben erwähnt, gesendete im Sinne der heiligen Schrift sein.
Mir ist bewusst, dass mit den bisherigen Ausführungen noch nicht konkret die zukünftige Arbeit des Pfarrgemeinderates beschrieben wurde. Seit der Neustrukturierung der Pfarrei im Jahre 2008 ist sehr viel geleistet worden. An dieser Stelle möchte ich allen, die daran mitgearbeitet haben und teilweise auch weiter mitarbeiten,  ein herzliches Dankeschön sagen. Dabei fällt mir besonders die Erstellung des Pastoralplanes ein, aber auch die so wichtige und wertvolle Arbeit des Redaktionsteams, das immer wieder mit einem sehr großen Engagement den Pfarrbrief als wichtiges Kommunikationsmittel für alle Mitglieder der Pfarrei erstellt. Danke sagen möchte ich auch den vielen Helfern, die sich immer wieder zur Verteilung des Pfarrbriefes an alle kath. Haushalte in der Pfarrei zur Verfügung stellen.  
Vor uns liegen wichtige Aufgaben, wenn ich z.B. an das Thema Prävention (Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt), aber auch an die Weiterentwicklung der vielen begonnen Projekte in unserer Pfarrei denke. Wir wollen dazu beitragen, den Dialogprozess weiter voranzutreiben und unseren Beitrag dazu leisten, um unserer Kirche in unserer Gesellschaft wieder einen höheren Stellenwert zukommen zu lassen. Dafür müssen wir jedoch die einzelnen Menschen erreichen. Dieses können wir jedoch nur dann erreichen, wenn wir  lebendig und zugewandt sind um gesendete Christen in dieser Welt zu sein.
Ich möchte alle Pfarreimitglieder aufrufen, die Arbeit des Pfarrgemeinderates in diesem Sinne kritisch   zu begleiten. Er ist offen, für jede Anregung und er kann nur dann wirksam arbeiten, wenn er den Rückhalt in der Pfarrei findet und ein lebendiger Austausch stattfindet. Denken Sie daran, dass die Sitzungen des Pfarrgemeinderates öffentlich sind. Sollten sie die Arbeit aus nächster Nähe miterleben wollen, kommen Sie einfach zu den Sitzungen.
Heinrich Willing
Pfarrgemeinderatsvorsitzender

Der neue Pfarrgemeinderat

Der neue Pfarrgemeinderat hat sich am 30.01.2014 konstituiert.
Er hat folgenden Vorstand gewählt:
Heinrich Willing (Vorsitzender),
Daniela Hackmann und Norbert Drüke (stellvertretende Vorsitzende), Dorothee Weidner (Schriftführerin). Als geborenes Mitglied gehört auch Pfarrer Gereon Alter zum Vorstand.

Dem PGR gehören außerdem an: Pater Johnson Mudavaserry, Pastor Thomas Pulger, Pastor Hans-Ulrich Neikes, Pastoralreferent Stephan Boos, Anne Gerbracht,  Michael Lehmann, Alexander Mindermann, Theo Ocklenburg, Ingbert Ridder, Barbara Seinsche,  Andrea Weißschädel, Annegret Zeh und Alfred Zinke (KV)


Untere Reihe von links nach rechts: Stephan Boos (Pastoralreferent), Barbara Seinsche, Andrea Glettenberg, Dorothee Weidner Mittelbau von links nach rechts: Alexander Mindermann, Annegret Zeh, Pastor Dr. Marius Linnenborn, Pastor Ludger Molitor oben von links nach rechts: Michael Stricker, Daniela Hackmann, Heinz Willing, Norbert Drüke, Michael Lehmann. Auf dem Foto fehlen: Pfarrer Gereon Alter, Pastor Pater Paul Bavakkat OCD, Anne Gerbracht, Theo Ocklenburg, und Ingbert Ridder.

Satzung des Pfarrgemeinderates

Neue Satzung sowie  Kommentar zur Satzung