Prof. Dr. Norbert Lammert Präsident des deutschen Bundestages

Grußwort zur Gründung des Hilfsfonds für ausländische Studierende durch die katholischen Hochschulgemeinden im Bistum Essen  

„Unser wahres Studium ist das der menschlichen Lebensbedingungen“, soll Jean-Jacques Rousseau einmal gesagt haben – und viele Studentinnen und Studenten würden dem sicher zustimmen. Oft wird ihr Alltag von Sorgen bestimmt, die nicht in erster Linie fachlicher Natur sind. Persönliche Krisen oder finanzielle Engpässe können dazu führen, dass das Studium nicht wie geplant verläuft oder der Abschluss sogar zu einer anscheinend unüberwindbaren Hürde wird. Das gilt auch und erst recht für ausländische Studierende. Rund 80 Prozent der sogenannten Bildungsausländer organisieren ihren Studienaufenthalt in Deutschland selbst. Geraten sie in schwierige Lebenssituationen, sind sie oft noch mehr als ihre deutschen Kommilitonen auf sich allein gestellt.  

Genau hier setzen die katholischen Hochschulgemeinden im Bistum Essen mit ihrem Hilfsfonds für ausländische Studierende an – eine Unterstützung, die schnell und unkompliziert dann greift, wenn unvorhersehbare Ereignisse wie Krankheiten oder politische Entwick-lungen in den Heimatländern das (Studien-) Leben erschüttern. Die katholischen Hochschulgemeinden stehen dann nicht nur beratend zur Seite, sondern sie unterstützen die Studierenden auch finanziell. Sie sind schlicht und einfach da, wenn sie gebraucht werden, und leisten damit eine wichtige Arbeit. In diesem Sinne wünsche ich den katholischen Hochschulgemeinden und ihrem Hilfsfonds nicht nur alles Gute, sondern auch die nötigen finanziellen Mittel sowie viele engagierte Mitglieder in Bochum, Duisburg und Essen.